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Interreligiöser Newsletter
Ausgabe 40/ September 2026
EDITORIAL

Liebe Leser:innen,
die Schöpfung zu bewahren und die Erde für nachfolgende Generationen lebenswert zu erhalten und zu schützen: Das christliche Erntedank-Fest erinnert an die uns anvertrauten Gaben und daran, dass das Leben ein Geschenk ist. Jüdisch-christlicher Grundton: Bebaut und bewahrt die Erde (Gen. 2,15), bringt kulturelle und technische Entwickungen und Naturschutz zusammen, beutet die Erde nicht aus. Ende September beginnt das siebentägige jüdische Laubhüttenfest – eine Sukka, eine Hütte wird gebaut. Erinnerung, dass wir nur Gäste sind auf der Erde, unterwegs als Pilger:innen, eingeladen zur Gemeinschaft, miteinander die Güter zu teilen. Auch hier: Das Geschenk Erde ist uns anvertraut, um es zu bewahren. Und in islamischer Tradition gibt Gott dem Menschen die Aufgabe, „Statthalter Gottes“ („khalifa Allah“) auf Erden zu sein. Allah vertraute den Menschen die Erde an mit allem, was darauf ist, und beauftragte sie, verantwortlich und sorgfältig damit umzugehen. Dazu gehört es auch, in Frieden und Respekt mit anderen zu leben. Welche reichen, spirituellen Schätze bergen die Religionen! Es ist an uns, sie freizulegen zum Wohl von allem, was lebt auf Erden.

Mit herzlichen Grüßen
Andreas Goetze, Sandra Abel, Judith Noa

 



INHALT


Beratung und Begegnung - Religiöse und kulturelle Sensibilisierung für die Schule

2. Modul: Besuch des Bahá'í Tempels - Haus der Andacht von Europa am Donnerstag, 24. September, 15 - 17 Uhr

In einer zunehmend vielfältigen Schullandschaft gewinnen interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen für Lehrkräfte immer mehr an Bedeutung. Die Fortbildungsreihe „Beratung und Begegnung“ bietet die Möglichkeit, die eigene professionelle Handlungssicherheit im Umgang mit religiöser und kultureller Diversität zu stärken.

Die Reihe umfasst acht aufeinander abgestimmte Module, die theoretische Impulse mit praxisnahen Erfahrungen verbinden. Die Anmeldung zu einzelnen Modulen ist möglich.

Im Mittelpunkt stehen zwei zentrale Perspektiven:
• Beratung: In den Veranstaltungen steht die Reflexion und Erweiterung der eigenen Beratungskompetenz im schulischen Kontext im Zentrum, insbesondere im Umgang mit religiös und kulturell geprägten Fragestellungen, Konflikten und sensiblen Situationen im Schulalltag.
• Begegnung: Im Rahmen der Fortbildung sind Besuche von religiösen Orten mit Begegnungen mit verschiedenen religiösen Gemeinschaften vorgesehen (Bahai-Tempel, Moschee, alevitisches Kulturzentrum, Synagoge). Die Veranstaltungen werden zusätzlich von Angehörigen der jeweiligen Religionsgemeinschaften begleitet. Dies ermöglicht authentische Einblicke in unterschiedliche religiöse Lebenswelten, fördert den Dialog und trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen sowie Verständnis und Respekt zu vertiefen.

Anmeldung und weitere Informationen zu dieser kostenfreien Veranstaltung hier



Online im Trialog

In diesem Schuljahr mit neuen, lebensnahen Themen!

Judentum, Christentum und Islam gehören zu den monotheistischen Weltreligionen. Sie teilen gemeinsame Wurzeln und stehen in einem engen historischen und theologischen Zusammenhang, auch wenn sie sich in Glaubensüberzeugungen und gelebter Praxis unterscheiden.

In unserer Veranstaltungsreihe greifen wir zentrale Themen auf und beleuchten sie aus jüdischer, christlicher und islamischer Perspektive.

Anmeldung und weitere Informationen hier



Mittwoch, 21. Okt., 10-17 Uhr - "Tag des Dialogs" in der Evangelischen Studierendengemeinde Frankfurt

Konflikte dennoch überwinden? Friedenspotentiale von Religionen in Zeiten der Kriege und Polarisierung

 

 

 

 

 

 

 

Details und Anmeldung unter: https://zentrum-oekumene.de/de/veranstaltungen/veranstaltungen-detailseite/termin/details-54269

Wie können wir Träger*innen einer Friedensbotschaft sein und nicht an der Gewaltlogik festhalten, die zum Teil sogar noch religiös/ mit religiöser Begrifflichkeit und Sprache legitimiert wird? Welche religionspolitischen, sozialen und vor allem spirituellen Ressourcen bieten Judentum, Christentum und Islam?
In Zeiten von Hass und Ausgrenzung suchen wir nach „good news“, nach Perspektiven raus aus der Gewalt-Spirale. Denn alternative Denk- und Handlungsräume zu eröffnen ist nicht Luxus, sondern eine Überlebensfrage der Menschheit.
mit Rabbiner Prof. Dr. Edward van Voolen, Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann, Dr. Muhammad Sameer Murtaza, Prof. Dr. Bekim Agai, Prof. Dr. Naime Cakir-Mattner, Dr. Andreas Goetze, Christian Trenk und Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz.
Eingangsimpuls: Karen Hinrichs, Theologin und Pädagogin, bis 2025 Dozentin und Geschäftsführende Direktorin des Friedensinstituts der Evangelischen Hochschule Freiburg

Jüdische, christliche und muslimische Perspektiven im Gespräch um Frieden angesichts von Krieg, Gewalt, Flucht und Vertreibung.
Der "Tag des Dialogs" ist nach § 65 Hessisches Lehrerbildungsgesetz (HLbG) als Fortbildung unter der Nummer 02618058 akkreditiert.



Interreligiöser Empfang am 12. November 2026, 16.30 - 20.30 Uhr

Ein thematisch-kulinarisch-musikalischer Abend für interessierte Lehrkräfte

Viele Lehrkräfte beschäftigen sich in unterschiedlicher Weise mit Möglichkeiten des interreligiösen Lernens. Um neue Impulse und Gelegenheit zum Austausch zu erhalten, laden wir Sie zu einem »Interreligiösen Empfang« im rpi Frankfurt ein. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen, Ariane Dihle, dem musikalischen Duo 'Selam und Shalom' sowie orientalischen Köstlichkeiten einen entspannten und inspirierenden Abend verbringen, der uns in unserem Tun stärkt und neue Perspektiven eröffnet.

Veranstaltungsort: RPI Frankfurt, Rechneigrabenstr. 10, 60311 Frankfurt

Infos und Anmeldung hier



Lernen im Dialog 2.0 - Religiöse Beiträge als Ressource für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen

2. Modul: Eine Obdachlosenspeisung im Bahnhofsviertel am Montag, 09. November, 14 - 18 Uhr

Ob bei einer interreligiösen Lernreise auf dem Main, bei einer Obdachlosenspeisung im Bahnhofsviertel oder bei der Begegnung mit Religionsvertreter*innen aus dem Rat der Religionen: Die Fortbildungsreihe möchte die Potentiale des Dialogs mit anderen Religionen aufzeigen. Herzliche Einladung zu dieser kostenfreien Fortbildungsreihe! 

Anmeldung unter: rpi Veranstaltungen - 260909-Ab-F Lernen im Dialog 2.0 - Religiöse Beiträge als Ressource für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen - 4-teilige Reihe



Interreligiöses Lernen mit den Weltreligionen-Koffern – Islam

Montag, 16. November 2026, 15 - 17 Uhr im rpi Frankfurt

Die Gegenstände aus den Weltreligionen-Koffern bieten einen gleichermaßen authentischen wie niedrigschwelligen Weg, um mit Schülerinnen und Schülern über religiöse Praxis anderer Religionen ins Gespräch zu kommen. Welche Bedeutung haben die Gegenstände und in welchen religiösen Kontexten werden sie verwendet? Was ist für uns zu beachten, wenn wir sie nutzen?

Darüber möchten wir uns mit Vertreterinnen der jeweiligen Religionen austauschen und gemeinsam erproben, wie interreligiöses Lernen mit Gegenständen der Weltreligionen-Koffern und anderen Materialien in Grundschule und Sek I gelingen kann.
Die Termine der Reihe sind:
Interreligiöses Lernen mit den Weltreligionen-Koffern – Islam, 16.11.2026
Interreligiöses Lernen mit den Weltreligionen-Koffern – Judentum, 11.02.27
Interreligiöses Lernen mit den Weltreligionen-Koffern – Buddhismus, 14.04.27

 

Veranstaltungsort: RPI Frankfurt, Rechneigrabenstr. 10, 60311 Frankfurt

Infos und Anmeldung hier



Mehr als nur eine Begegnung

interreligiöse Schulbesuche durch ein Team von „meet2respect“

Jetzt für Ihre Schüler*innen planen und etwas Besonderes erleben - mehr als nur eine Begegnung!
Das interreligiöse Schulprojekt „meet2respect“ setzt ein starkes Zeichen für Respekt und Zusammenhalt.
Wie Verständigungsräume schaffen? Wie können wir Hass und Diskriminierung entgegenwirken? Was fördert gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Miteinander?
Authentische Vertreter*innen der jeweiligen Religion besuchen in Tandems oder auch Tridems (jüdisch-muslimisch-christlich) gemeinsam Schulklassen. Sie sprechen sich dabei klar gegen die Diskriminierung, Ausgrenzung und Beleidigungen Andersgläubiger aus und gehen miteinander und mit den Schulklassen in einen konstruktiven Dialog. Auch als Lehrkräfte-Fortbildung möglich!

Sie können solche Teams an ihre Schule holen. Wie das geht? Was zu beachten ist? Welche Möglichkeiten es gibt?
Fragen Sie nach bei Dr. Andreas Goetze im Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW unter: goetze@zentrum-oekumene.de

Homepage: https://zentrum-oekumene.de/themen/themen-materialien/religionen-interreligioeser-dialog/meet2respect



IMPRESSUM

Impressum

Der "Interreligiöse Newsletter" ist eine gemeinsame Publikation des PZ Hessen, des Zentrums Oekumene der EKHN und der EKKW und des Religionspädagogischen Institutes (RPI) der EKKW und der EKHN.

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:

Sandra Abel
Religionspädagogisches Institut der EKKW und der EKHN
Rechneigrabenstr. 10 - 60311 Frankfurt
Telefon: 06421-9690-301
sandra.abel@rpi-ekkw-ekhn.de
www.rpi-ekkw-ekhn.de

Andreas Goetze
Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW
Praunheimer Landstraße 206
60488 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 976518-69
goetze@zentrum-oekumene.de
www.zentrum-oekumene.de

Judith Noa
Pädagogisches Zentrum der Bistümer im Lande Hessen
Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod
06127 77 - 286
judith.noa@pz-hessen.de  
www.pz-hessen.de 


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