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EDITORIAL
Liebe Leser:innen, die Schöpfung zu bewahren und die Erde für nachfolgende Generationen lebenswert zu erhalten und zu schützen: Das christliche Erntedank-Fest erinnert an die uns anvertrauten Gaben und daran, dass das Leben ein Geschenk ist. Jüdisch-christlicher Grundton: Bebaut und bewahrt die Erde (Gen. 2,15), bringt kulturelle und technische Entwickungen und Naturschutz zusammen, beutet die Erde nicht aus. Ende September beginnt das siebentägige jüdische Laubhüttenfest – eine Sukka, eine Hütte wird gebaut. Erinnerung, dass wir nur Gäste sind auf der Erde, unterwegs als Pilger:innen, eingeladen zur Gemeinschaft, miteinander die Güter zu teilen. Auch hier: Das Geschenk Erde ist uns anvertraut, um es zu bewahren. Und in islamischer Tradition gibt Gott dem Menschen die Aufgabe, „Statthalter Gottes“ („khalifa Allah“) auf Erden zu sein. Allah vertraute den Menschen die Erde an mit allem, was darauf ist, und beauftragte sie, verantwortlich und sorgfältig damit umzugehen. Dazu gehört es auch, in Frieden und Respekt mit anderen zu leben. Welche reichen, spirituellen Schätze bergen die Religionen! Es ist an uns, sie freizulegen zum Wohl von allem, was lebt auf Erden.
Mit herzlichen Grüßen Andreas Goetze, Sandra Abel, Judith Noa

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INHALT
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Beratung und Begegnung - Religiöse und kulturelle Sensibilisierung für die Schule
2. Modul: Besuch des Bahá'í Tempels - Haus der Andacht von Europa am Donnerstag, 24. September, 15 - 17 Uhr
In einer zunehmend vielfältigen Schullandschaft gewinnen interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen für Lehrkräfte immer mehr an Bedeutung. Die Fortbildungsreihe „Beratung und Begegnung“ bietet die Möglichkeit, die eigene professionelle Handlungssicherheit im Umgang mit religiöser und kultureller Diversität zu stärken.
Die Reihe umfasst acht aufeinander abgestimmte Module, die theoretische Impulse mit praxisnahen Erfahrungen verbinden. Die Anmeldung zu einzelnen Modulen ist möglich. Im Mittelpunkt stehen zwei zentrale Perspektiven: • Beratung: In den Veranstaltungen steht die Reflexion und Erweiterung der eigenen Beratungskompetenz im schulischen Kontext im Zentrum, insbesondere im Umgang mit religiös und kulturell geprägten Fragestellungen, Konflikten und sensiblen Situationen im Schulalltag. • Begegnung: Im Rahmen der Fortbildung sind Besuche von religiösen Orten mit Begegnungen mit verschiedenen religiösen Gemeinschaften vorgesehen (Bahai-Tempel, Moschee, alevitisches Kulturzentrum, Synagoge). Die Veranstaltungen werden zusätzlich von Angehörigen der jeweiligen Religionsgemeinschaften begleitet. Dies ermöglicht authentische Einblicke in unterschiedliche religiöse Lebenswelten, fördert den Dialog und trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen sowie Verständnis und Respekt zu vertiefen.
Anmeldung und weitere Informationen zu dieser kostenfreien Veranstaltung hier

Online im Trialog
In diesem Schuljahr mit neuen, lebensnahen Themen!
Judentum, Christentum und Islam gehören zu den monotheistischen Weltreligionen. Sie teilen gemeinsame Wurzeln und stehen in einem engen historischen und theologischen Zusammenhang, auch wenn sie sich in Glaubensüberzeugungen und gelebter Praxis unterscheiden.
In unserer Veranstaltungsreihe greifen wir zentrale Themen auf und beleuchten sie aus jüdischer, christlicher und islamischer Perspektive.
Anmeldung und weitere Informationen hier

Mittwoch, 21. Okt., 10-17 Uhr - "Tag des Dialogs" in der Evangelischen Studierendengemeinde Frankfurt
Konflikte dennoch überwinden? Friedenspotentiale von Religionen in Zeiten der Kriege und Polarisierung
Details und Anmeldung unter: https://zentrum-oekumene.de/de/veranstaltungen/veranstaltungen-detailseite/termin/details-54269
Wie können wir Träger*innen einer Friedensbotschaft sein und nicht an der Gewaltlogik festhalten, die zum Teil sogar noch religiös/ mit religiöser Begrifflichkeit und Sprache legitimiert wird? Welche religionspolitischen, sozialen und vor allem spirituellen Ressourcen bieten Judentum, Christentum und Islam? In Zeiten von Hass und Ausgrenzung suchen wir nach „good news“, nach Perspektiven raus aus der Gewalt-Spirale. Denn alternative Denk- und Handlungsräume zu eröffnen ist nicht Luxus, sondern eine Überlebensfrage der Menschheit. mit Rabbiner Prof. Dr. Edward van Voolen, Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann, Dr. Muhammad Sameer Murtaza, Prof. Dr. Bekim Agai, Prof. Dr. Naime Cakir-Mattner, Dr. Andreas Goetze, Christian Trenk und Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz. Eingangsimpuls: Karen Hinrichs, Theologin und Pädagogin, bis 2025 Dozentin und Geschäftsführende Direktorin des Friedensinstituts der Evangelischen Hochschule Freiburg
Jüdische, christliche und muslimische Perspektiven im Gespräch um Frieden angesichts von Krieg, Gewalt, Flucht und Vertreibung. Der "Tag des Dialogs" ist nach § 65 Hessisches Lehrerbildungsgesetz (HLbG) als Fortbildung unter der Nummer 02618058 akkreditiert.

Interreligiöser Empfang am 12. November 2026, 16.30 - 20.30 Uhr
Ein thematisch-kulinarisch-musikalischer Abend für interessierte Lehrkräfte
Viele Lehrkräfte beschäftigen sich in unterschiedlicher Weise mit Möglichkeiten des interreligiösen Lernens. Um neue Impulse und Gelegenheit zum Austausch zu erhalten, laden wir Sie zu einem »Interreligiösen Empfang« im rpi Frankfurt ein. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen, Ariane Dihle, dem musikalischen Duo 'Selam und Shalom' sowie orientalischen Köstlichkeiten einen entspannten und inspirierenden Abend verbringen, der uns in unserem Tun stärkt und neue Perspektiven eröffnet.
Veranstaltungsort: RPI Frankfurt, Rechneigrabenstr. 10, 60311 Frankfurt
Infos und Anmeldung hier


Interreligiöses Lernen mit den Weltreligionen-Koffern – Islam
Montag, 16. November 2026, 15 - 17 Uhr im rpi Frankfurt
Die Gegenstände aus den Weltreligionen-Koffern bieten einen gleichermaßen authentischen wie niedrigschwelligen Weg, um mit Schülerinnen und Schülern über religiöse Praxis anderer Religionen ins Gespräch zu kommen. Welche Bedeutung haben die Gegenstände und in welchen religiösen Kontexten werden sie verwendet? Was ist für uns zu beachten, wenn wir sie nutzen?
Darüber möchten wir uns mit Vertreterinnen der jeweiligen Religionen austauschen und gemeinsam erproben, wie interreligiöses Lernen mit Gegenständen der Weltreligionen-Koffern und anderen Materialien in Grundschule und Sek I gelingen kann. Die Termine der Reihe sind: Interreligiöses Lernen mit den Weltreligionen-Koffern – Islam, 16.11.2026 Interreligiöses Lernen mit den Weltreligionen-Koffern – Judentum, 11.02.27 Interreligiöses Lernen mit den Weltreligionen-Koffern – Buddhismus, 14.04.27
Veranstaltungsort: RPI Frankfurt, Rechneigrabenstr. 10, 60311 Frankfurt
Infos und Anmeldung hier

Mehr als nur eine Begegnung
interreligiöse Schulbesuche durch ein Team von „meet2respect“
Jetzt für Ihre Schüler*innen planen und etwas Besonderes erleben - mehr als nur eine Begegnung! Das interreligiöse Schulprojekt „meet2respect“ setzt ein starkes Zeichen für Respekt und Zusammenhalt. Wie Verständigungsräume schaffen? Wie können wir Hass und Diskriminierung entgegenwirken? Was fördert gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Miteinander? Authentische Vertreter*innen der jeweiligen Religion besuchen in Tandems oder auch Tridems (jüdisch-muslimisch-christlich) gemeinsam Schulklassen. Sie sprechen sich dabei klar gegen die Diskriminierung, Ausgrenzung und Beleidigungen Andersgläubiger aus und gehen miteinander und mit den Schulklassen in einen konstruktiven Dialog. Auch als Lehrkräfte-Fortbildung möglich!
Sie können solche Teams an ihre Schule holen. Wie das geht? Was zu beachten ist? Welche Möglichkeiten es gibt? Fragen Sie nach bei Dr. Andreas Goetze im Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW unter: goetze@zentrum-oekumene.de
Homepage: https://zentrum-oekumene.de/themen/themen-materialien/religionen-interreligioeser-dialog/meet2respect

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IMPRESSUM
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Der "Interreligiöse Newsletter" ist eine gemeinsame Publikation des PZ Hessen, des Zentrums Oekumene der EKHN und der EKKW und des Religionspädagogischen Institutes (RPI) der EKKW und der EKHN.
Verantwortlich im Sinne des Presserechts:
Sandra Abel Religionspädagogisches Institut der EKKW und der EKHN Rechneigrabenstr. 10 - 60311 Frankfurt Telefon: 06421-9690-301 sandra.abel@rpi-ekkw-ekhn.de www.rpi-ekkw-ekhn.de
Andreas Goetze Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW Praunheimer Landstraße 206 60488 Frankfurt am Main Tel. +49 (0)69 976518-69 goetze@zentrum-oekumene.de www.zentrum-oekumene.de
Judith Noa Pädagogisches Zentrum der Bistümer im Lande Hessen Wilhelm-Kempf-Haus 65207 Wiesbaden-Naurod 06127 77 - 286 judith.noa@pz-hessen.de www.pz-hessen.de
© by RPI der EKKW und der EKHN 2022
Der Abdruck und die Weiterverbreitung in elektronischen Datennetzen, auf Speichermedien und in Datenbanken ist nur mit Genehmigung der Herausgeber erlaubt.

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